Muskelschmerzen treten oft als Folge einseitiger Belastung auf

Infos, Tipps, Anleitungen zum ganzheitlichem WohlbefindenDer menschliche Körper ist ein Wunderwerk der Bewegung: Über 600 Muskeln ermöglichen durch ihr harmonisches Zusammenspiel verschiedenste Bewegungsabläufe. Dieser empfindliche Mechanismus kann jedoch durch verschiedene Faktoren aus dem Takt geraten. Mit dem Tragen modischer High-Heels oder dem Heben schwerer Lasten etwa überfordert man leicht bestimmte Muskelbereiche. Ebenso lassen exzessiver Sport, ungewohnte Gartenarbeit, stundenlange Autofahrten sowie Auskühlung durch Zugluft Muskelgruppen verkrampfen.

 

Diese können dann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und geraten in einen Spannungszustand, fühlen sich verkürzt an und schmerzen.  Auf Muskelverspannungen wiederum reagieren die meisten Betroffenen spontan mit Schonhaltung und dem Wunsch, sich möglichst nicht zu bewegen. Das führt oft dazu, dass der Muskelschmerz wandert und sich weiter ausbreitet. Mehr Informationen und Tipps zum Thema Muskel- und Gelenkbeschwerden gibt es beispielsweise unter thermacare.de.

 

Verspannungen und Verhärtungen lösen

Bevor die Beschwerden chronisch werden, sollte der Teufelskreis aus Schmerz, Schonhaltung und noch mehr Schmerz durchbrochen werden. „Wärme kann Verspannungen und Schmerzen reduzieren“, rät Prof. Dr. Jürgen Freiwald von der Bergischen Universität Wuppertal. „Dem Patienten fällt es somit leichter, sich wieder mehr zu bewegen und aus dem Teufelskreis auszubrechen.“ Besonders effektiv gegen Muskelverspannungen kann man mit der modernen Wärmetherapie vorgehen. Hierbei dringt konstante, therapeutische Wärme von 40 Grad bis tief in die verspannte Muskulatur und das schmerzende Gewebe vor. So konnte in Studien nachgewiesen werden, dass beispielsweise ThermaCare-Wärmeauflagen mit Langzeit- und Tiefenwärme mindestens ebenso wirksam sind bei Muskelschmerzen wie beispielsweise „klassische“ Schmerzmittel in der für die Selbstmedikation empfohlenen Dosierung. Die neuen Auflagen für flexible Anwendung im kleineren Format finden durch praktische Klebepunkte Halt an problematischen Stellen wie zum Beispiel dem mittleren Rücken zwischen den Schulterblättern oder am Oberschenkel, der Wade oder an den Armen.

 

Gute Haltung im Alltag

Eine gute Haltung ist das A und O, um Muskelverspannungen vorzubeugen. Das gilt auch für alltägliche Erledigungen. So sollte die Arbeitsfläche in der Küche die richtige Höhe haben, um entspannt im Stehen Nahrungsmittel zubereiten zu können. Und beim Spülen sollte man sich nicht zu tief über das Spülbecken beugen müssen. Wer sich etwa beim Bügeln zwischendurch setzt, entlastet ebenfalls die angespannte Rückenmuskulatur.

 

Werden beispielsweise Wasserkästen beim Einkauf mit durchgestreckten Knien und gebeugtem Rücken angehoben oder fern vom Körper getragen, können Muskelzerrungen die Folge sein. Bei der Gartenarbeit schließlich mindern ergonomische Gerätestiele oder Kniekissen für bodennahe Arbeiten ebenfalls das Risiko für Muskelverspannungen.

 

Bewegungsmangel schadet dem Rücken

Prof. Dr. Jürgen Freiwald von der Bergischen Universität Wuppertal weist darauf hin, dass der Mensch aus Sicht der Evolution weder für das Sitzen noch für dauerhafte Haltungsaufgaben gemacht sei: „Ursprünglich waren wir Quadrupeden, also Vierfüßer, und die Wirbelsäule ist kein Haltungs-, sondern ein Fortbewegungsorgan.“ Daher sei die Wirbelsäule auf dynamische Bewegungen angewiesen, um den Stoffwechsel der Muskulatur, des Bindegewebes und der Bandscheiben aufrecht zu erhalten. Bewegungsarmut im Alltag sei daher einer der Gründe für Rückenschmerzen.(djd). 

 

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