Ostfriesische „Kräuterhexe“ gibt ihr Wissen um Pflanzen und ihre Wirkung an Urlauber weiter

Filzhut, ein wallendes Kleid aus Sackleinen, ein extralanger Spazierstock: Nicht furchteinflößend, in jedem Fall aber urig sieht sie aus, die ostfriesische „Kräuterhexe“. Nach wenigen Schritten über die blühende Wildwiese ist klar: Sie meint es gut mit ihren Gästen und will den Urlaubern in kurzer Zeit viele Geheimnisse der Natur vermitteln, die über die Jahrzehnte in Vergessenheit geraten sind.  Dabei wussten unsere Ahnen schon, wie wohltuend heimische Kräuter sein können. „Kräuterhexe“ Dagmar Michel möchte dieses Wissen bewahren und weitergeben – zum Beispiel bei ihren Touren, die sie regelmäßig anbietet. Unter www.stoertebekerland.de gibt es mehr Informationen und laufend aktuelle Termine.

 

Unkräuter gibt es nicht

Eine Wanderung mit der „Kräuterhexe“ öffnet buchstäblich die Augen: Was eben noch wie eine grüne Einheitsmasse erschien, verwandelt sich in einen reichen Schatz unterschiedlicher Pflanzen – die entweder einfach nur gut schmecken oder sogar unserem Wohlbefinden gut tun können. „Ich freue mich, wenn die Urlauber nach einer Tour die Natur bewusster wahrnehmen – und verstehen, dass es keine ‚Unkräuter‘ gibt“ sagt Dagmar Michel.  Ein gutes Beispiel ist der Giersch: Von vielen Hobbygärtnern als Unkraut verpönt und mit allen Mitteln bekämpft, war er früher sogar als „Zipperleinskraut“ bekannt. Der Name deutet es bereits an: Aufgrund der vielen Vitamine und Mineralien wurde die Pflanze bei so manchem Zipperlein verzehrt. „Etwa als Hausmittel, das gegen Übersäuerung helfen kann“, erklärt Dagmar Michel.

 

Kräuter sammeln und gemeinsam kochen

Schmackhaft sind die heimischen Kräuter in jedem Fall: Das erlebt man, wenn man einen Rundgang mit anschließendem gemeinsamem Kochen bucht. Frisch gezupft und gehackt, würzen die Pflanzen vom Wegesrand beispielsweise einen pikanten Quark als perfekte Beilage zu frischen Pellkartoffeln. „Mit der Zeit schwinden die Berührungsängste“, weiß Dagmar Michel.  Besonders offen seien stets die jüngsten Gäste. Kindertouren begleitet die „Kräuterhexe“ daher besonders gerne durch die wild-romantische Natur Ostfrieslands. Ein Kräuterexamen samt Urkunde und das gemeinsame Stockbrotbacken runden die Kinderprogramme ab. Eine Bereicherung der Ferien an der Küste sind die Touren in jedem Fall. Und die Urlauber können sicher sein: Die Kräuterexpertin will ihre Gäste nicht „verhexen“, sondern bestenfalls mit dem Wissen der Natur verzaubern. (djd).

 

Unser Tipp: Fastenwandern mit Kräuterkunde auf Korsika mit einem erfahrenen, ortsansässigen deutschsprachigen Fastenwanderleiter. Mehr Informationen dazu unter www.vital99plus.com

 

Ohne Pflanzenkunde geht es nicht

(djd). Einfach nach Belieben Pflanzen von Wiesen und aus Wäldern sammeln, um sie zu essen: Ganz so einfach ist es nicht, unterstreicht die „Kräuterhexe“ Dagmar Michel. „Ebenso wie bei Pilzen kommt es auf die genaue Bestimmung des jeweiligen Krautes und auf die richtige Zubereitung an. Nicht jede Pflanze kann roh verzehrt werden.“ Viel Wissen, das seit Generationen überliefert wird, hat die Expertin in ihrem Buch „Machtvolle Weggefährten“ beschrieben. Zudem bietet sie regelmäßig geführte Wanderungen an. Ausführliche Informationen zu den Touren gibt es unter stoertebekerland.de.

 

 

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